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Entwicklungszeiten
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Entwicklungszeiten für die gängigen Film/Entwickler-Kombinationen

Moderne Verarbeitung von Barytpapieren

Gerade beim Verarbeiten von Barytpapieren halten sich hartnäckig Techniken, die aus dem vorletzten Jahrhundert stammen könnten. Dabei gibt es schon seit vielen Jahren Anleitungen, wie man schneller und umweltschonender zu archivfesten Barytpapieren kommt. Die Vorreiter ILFORD und AMALOCO beschreiben seit langem in ihren Anweisungen wie es geht und bieten auch die benötigten Hilfsmittel an.

Bei der Entwicklung von Barytpapieren ist darauf zu achten, daß sich die Schwärzungen schön aufbauen können. Je nach Papiertyp liegt die Entwicklungszeit bei 2.5 bis 3.5min.Ein Stoppbad ist wegen der starken Verschleppung bei Barytpapier immer zu empfehlen. 15 bis 30sec stoppen reichen aber völlig aus.

Ab hier werden die alten Zöpfe abgeschnitten:

Die Fixierung muß extrem kurz sein! Die bekannten 5 Minuten sind völliger Unsinn. Ein Schnellfixierer, wie z.B. AMALOCO X 55 oder X 88 bzw. ILFORD Rapid-Fixer benötigt bei Verdünnung 1+4 nur noch 1 Minute! Fixieren über diese Zeit hinaus bringt keinerlei Vorteil!

Die Ausnutzbarkeit wird von ILFORD mit 2 m²/Liter Arbeitslösung angegeben, wenn eine normale Haltbarkeit angestrebt wird. Für maximale Archivfestigkeit empfielt ILFORD nicht über 0.5 m²/Liter hinauszugehen. Das entspräche etwa 10 Blatt 20x25cm.

An diese Fixage schließt sich eine Zwischenwässerung an. ILFORD empfielt, das Papier 5min lang fließend zu wässern, AMALOCO gibt sich mit 2min zufrieden. Wichtig ist dabei, daß das Waschwasser mindestens 20°C warm ist.

An diese Zwischenwässerung schließt sich eine Behandlung in einem Auswässerungsbeschleuniger an: AMALOCO Waschhilfe H 8. In H 8 wird 3min behandelt. In dieser Lösung werden die Silberkomplexsalze im Papier chemisch so verändert, daß sie wesentlich schneller aus dem Papierfilz ausgewaschen werden können, außerdem quillt in der Waschhilfe das Papier ein wenig auf, auch das unterstützt den Auswässerungsprozeß. Da das Quellverhalten des Papieres vom pH-Wert der Lösungen abhängt, ist bei einem Fixierer mit höherem pH-Wert, wie er als AMALOCO X 88 vorliegt, ein günstigeres Auswässerungsverhalten zu erwarten.

Der Auswässerungsbeschleuniger Lavaquick von Tetenal ist weniger empfehlenswert, da er im wesentlichen nur eine Sodalösung ist, die zwar das Quellverhalten positiv beeinflußt, dafür aber keine Substanzen enthält, die die Silberkomplexsalze verändern könnten.

Die Schlußwässerung ist gegenüber der konventionellen Methode wesentlich kürzer, AMALOCO empfielt bei papierstarkem Material 8min, bei kartonstarkem Material 12min. Diese Wässerung sollte mit fließendem Wasser von mindestens 20°C vorgenommen werden. Dabei kommt es auf einen kontinuierlichen Wasseraustausch an. Am einfachen geht das in einem Baryt-Wascher. Als Notlösung bietet sich das Wässern in einer Schale mit stehendem Wasser an. Hierbei muß das Wasser mindestens 5x gewechselt werden. Jeder Durchgang dauert ca. 5 Minuten.

Zur Überprüfung der Auswässerungsqualität sind mehrere Verfahren bekannt. Am einfachsten geht es mit der Auswässerungskontrolle H 15 von AMALOCO. Dabei wird in der letzten Wässerungsphase etwas vom Papierblatt abtropfendes Wasser in eine Prüfflüssigkeit gegeben. An der Verfärbung der Prüfflüssigkeit kann erkannt werden, ob noch Fixierbadreste im Papier sind. Das Verfahren ist so genau, daß noch 1mg Fixiersalz je Liter Waschwasser angezeigt wird.

Hier nochmals der zusammengefasste Ablauf:

Entwickeln z.B. mit AMALOCO AM 6006 1+9

2 min

Stopbad z.B. AMALOCO S 10 1+19 1/2 min
Schnellfixierer z.B. AMALOCO X 88 1+4 1 min
Fließende Wässerung   > 2 min
Waschhilfe z.B. AMALOCO H 8 1+7 3 min
Fließende Wässerung papierstarkes Papier 8 min
  kartonstarkes Papier 12 min

Das Wasser darf nicht kälter als 20°C sein!

Zur Trockung von Barytpapieren haben wir ebenfalls eine einfache Lösung gefunden. Bitte lesen Sie den Artikel im PHOTOTEC Infomagazin unter Barytpapiere auf einfache Weise trocknen.