Pixel
oder Silberkorn
oder: wieviel Spaß hat man im eigenen Hobbylabor?
Auch die alten Hasen unter den Hobbylaboranten erzählen immer wieder begeistert von ihren ersten Erlebnissen im Photolabor. Der magische Moment wenn sich das Bild auf dem weißen Papierblatt in ersten Spuren aufbaut und nach einer Minute die Vergrößerung fertig im Entwicklerbad schwimmt. Dieser Zauber verliert auch nach Jahren nichts von seinem Reiz.
Auch oder gerade in den Zeiten der Digitaltechnik macht die Tätigkeit im eigenen Photolabor eine Menge Spaß. Viele Hobbyphotographen sitzen während ihrer Arbeitszeit stundenlang vor dem PC-Bildschirm und wünschen sich in derFreizeit eine Alternative.
Für viele ist es sehr entspannend, in der Ruhe des abgedunkelten Laborraums Bilder zu vergrößern. Andere spielen währenddessen ihre Lieblings-CD. In unserer hektischen Zeit kann das Hobbylabor sogar zum Stressabbau beitragen.
Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein eigenes Photolabor einzurichten, dann finden Sie auf den folgenden Seiten die Basis-Informationen darüber, wie man einen Film entwickelt oder Bilder vergrößert und welche Geräte und Zubehörteile man dafür benötigt.
Im schwarzweiss-magazin.de werden sehr unterschiedliche Themen bis hin zum Zonensystem oder Fineprint-Techniken behandelt. Dieses Internet-Portal wird gemeinsam von PHOTOTEC und dem Fachbuchautor Reinhard Merz betreut. Auch das Hobbylabor-Forum und das Photogeräte-Forum sind ein Gemeinschaftsprojekt von PHOTOTEC und schwarzweiss-magazin.de. Diese Foren sind eine sehr umfassende Informationsquelle, denn tausende von Beiträgen sind im Volltext durchsuchbar. Ist ein Thema noch nicht behandelt worden, stellen Sie einfach Ihre Frage. Seien Sie sicher: Ihnen wird geholfen.
Die Bilder aus Ihrem eigenen Labor sind keine Massenware. Mit etwas Übung brauchen sich Ihre Erzeugnisse nicht mehr vor dem, was ein Profilabor für teures Geld als Facharbeit herstellt, zu verstecken. Im Gegenteil: Sie haben die volle Kontrolle über den gesamten Prozess. Schon mit der Wahl des Entwicklers zum jeweiligen Film bestimmen Sie die Qualität. Überhaupt: ein s/w-Film gehört nicht in die Hände von Großlabors. Nur im eigenen Labor holen Sie die Qualität aus den modernen Materialien, die in ihnen steckt. Dbei ist Filmentwickeln keine Kunst.
Bei den Vergrößerungen steuern Sie den Bildausschnitt, Kontrast, Helligkeit usw. Das Bild wird genau so, wie Sie es sich bei der Aufnahme vorgestellt haben. Dies einem fremden Laboranten zu vermitteln, dürfte nicht einfach sein.
Nachbehandlungstechniken, wie Tonen, Färben usw. machen Ihre Abzüge zu wertvollen Unikaten, die, je nach gewähltem Photopapier sehr lange haltbar sind.
Die digitale Drucktechnik kann dies sicher auch. Man investiert aber sehr viel Geld in hochwertige Geräte wie Kamera und Drucker sowie in teure Papiere und Tinten. Die Versprechen der Hersteller, was die Haltbarkeit der Drucke anlangt, sind bisher nicht bewiesen worden und gelten auch nur unter bestimmten Idealbedingungen. Viele Fachleute sagen, daß die Tintendrucke keine Ausstrahlung haben und der Unterschied zum hochwertigen Silberbild auf bestem Photopapier deutlich zu sehen sei. Dazu kommt, daß der technische Fortschritt viele zwingt, nach 2 - 3 Jahren alles neu anzuschaffen. Analoge Spiegelreflex-Kameras und Geräte für das Hobbylabor sind ausgereift und veralten nicht mehr. Ein umfangreicher Gebrauchtmarkt erlaubt heute jedem, in dieses spannende Hobby einzusteigen.

